Gesund essen beim Bummel über den Weihnachtsmarkt

glückliches Paar auf dem WeihnachtsmarktAuf einem traditionellen Weihnachtsmarkt gesund essen – klingt das nicht wie ein Widerspruch in sich? Gerade die Adventszeit und die Weihnachtsfeiertage stellen alljährlich für die meisten von uns eine große Herausforderung dar: Einerseits wollen wir gesund essen und schlank bleiben oder doch wenigstens nicht zunehmen. Bei all den leckeren Versuchungen gar nicht so einfach, besonders für die „Schneewittchen“ unter uns, die auf bestimmte Stoffe in der Nahrung empfindlich reagieren und sie meiden sollten. (Ob du auch dazu gehörst? Finde es hier heraus.) Andererseits werden wir gerade zu dieser Zeit mit so vielen Angeboten bombardiert, die zwar gut schmecken, doch alles andere als förderlich für unseren Körper sind. Ein Weihnachtsmarkt ist da keine Ausnahme. Wie soll da gesund essen gehen?

Am 1. Advent war ich auf dem Weihnachtsmarkt. Für mich ist das verbunden mit vielen schönen Erinnerungen, so dass ich das jedes Jahr sehr genieße und immer wieder hingehe. Allerdings gehören zu diesen Erinnerungen auch die an all die Leckereien – hier ein Quarkkeulchen oder gebrannte Nüsse, dort ein Glühwein, ein Langos, noch ein Glühwein. Ich war gespannt, wie es mir in diesem Jahr nach meiner Ernährungsumstellung (kein Zucker, kein Mehl, kein Essen außerhalb der 3 Mahlzeiten) auf dem Weihnachtsmarkt gehen werde.

Selbstschutz aufbauen und nutzen

Nun, die Versuchung war groß, keine Frage. Schon länger nutze ich bei solchen Gelegenheiten still eine Art Mantra:

„Das ist kein Essen für mich. Das ist Gift!“

Sofort, wenn ein Gefühl aufsteigen will wie „Will ich haben“, „Das ist lecker“, „Das habe ich immer gern gegessen“, sage ich still das obige Mantra auf. Inzwischen brauche ich es nur noch einmal zu denken. Das ist ein gutes, sehr wirksames Mittel, mich sofort daran zu erinnern, dass ich weder die überflüssigen Pfunde noch die Schmerzen und Beschwerden der Vergangenheit zurück haben möchte. Und schon ist die Versuchung weg – ohne ein Gefühl des Verzichts oder Bedauerns, ohne Neid auf all die Schlemmer um mich herum, nur noch Gleichgültigkeit gegenüber all den Süßigkeiten und Brötchen-Varianten.

Gern kannst du dieses Mantra übernehmen. Dein Unterbewusstsein wird es schnell aufnehmen und dein Körper dir danken. Das Mantra funktioniert auch wunderbar im Supermarkt, so dass du die ungesunden Dinge gar nicht erst kaufst. Was du nicht zu Hause hast, kannst du vor dem Fernseher auch nicht essen, nicht wahr?

Und gerade passend zur Abendbrotzeit fand ich es dann doch, das Angebot, das uns ermöglicht, auch auf einem Weihnachtsmarkt gesund essen zu können: Maroni (Esskastanien).

Maronen, Superfood vom Weihnachtsmarkt

frisch geröstete MaronenGesünder kann eine Mahlzeit kaum sein. Maronen sind voll mit Vitaminen und Mineralstoffen, z. T. mehr als anderes Gemüse und Obst. Vor allem zeichnen sie sich durch einen besonders hohen Anteil an Kalium aus, das für eine gesunde Herzfunktion und stärkere Nerven wichtig ist sowie dafür, dass der Körper Kalzium besser aufnehmen kann (für kräftigere Knochen).

Kalium wirkt basisch und sorgt so für Neutralisierung und vermehrte Ausscheidung von Natrium, also von zu viel Kochsalz. So wirken Maronen der Übersäuerung entgegen und gegen Bluthochdruck, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Herz-Rhythmus-Störungen.

Nicht zu vergessen ihre entzündungshemmenden und das Bindegewebe straffenden Eigenschaften (gegen Cellutite!). Ihr großer Anteil an B-Vitaminen, Vitamin C und E machen die Maronen zu einem wunderbaren Nahrungsmittel. Aus diesem Grund waren sie über Jahrhunderte Grundnahrungsmittel der Landbevölkerung, bevor die Kartoffel ihren Siegeszug antrat.

Außerdem enthalten Maronen wertvolle Proteine und komplexe Kohlenhydrate, die dafür sorgen, dass dein Insulinspiegel nur leicht ansteigt und du schneller satt bist und vor allem länger bleibst. Heißhungerattacken wie nach Kuchen, Süßigkeiten etc. bleiben aus – gut um dein Gewicht zu regulieren.

Außer auf dem Weihnachtsmarkt kannst du Maronen auch zu Hause genießen. Es gibt sie meist schon vorgekocht im Supermarkt, Kastanienmehr jedoch meines Wissens nur im Bioladen. Also kannst du Maronen in deinen Speiseplan aufnehmen und sie immer wieder genießen. Rezepte finden sich viele im Internet, ob Suppe, Salatbeilage oder als Gemüse.

Beim nächsten Weihnachtsmarkt-Besuch kannst du nun unbeschwert von Gewissensbissen Maronen knabbern und genießen, auch wenn deine Begleiter sich für Ungesundes entscheiden. Für dein Wohlbefinden bist schließlich du verantwortlich – und du hast die Wahl, auch auf einem Weihnachtsmarkt.

Über den Author

Wiltraud Kleinert Wiltraud Kleinert, Innerwise Coach, TCM-Therapeutin und Qi-Gong-Lehrerin im Ruhestand mit langjähriger Erfahrung mit verschiedenen Methoden aus der Informations- und Regulationsmedizin, unterstützt Hilfesuchende auf Spendenbasis, damit Leben leichter wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*