Gluten – die unterschätzte Gefahr

Gluten – die unterschätzte Gefahr für Autoimmunerkrankungen und mehr

Gluten in BackwarenLange haben Forscher gerätselt, was für die steigende Zahl von Autoimmunerkrankungen verantwortlich ist. Sie suchten den Grund, warum das Immunsystem sich plötzlich gegen körpereigene Gewebe richtet. Denn dessen Aufgabe ist es eigentlich, Gefahren von außen abzuwehren, um den Körper zu schützen. Schließlich wurden die Wissenschaftler fündig: Der Auslöser ist ein Bestandteil unserer Nahrung, nämlich das Gluten.

Das Klebereiweiß kommt vor allem in den drei gängigsten Getreidesorten Weizen, Roggen und Gerste in größeren Mengen vor. Das illustriert die Grafik recht deutlich. Besonders Weizen wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts durch Züchtung so verändert, dass er unserem Wohlbefinden mehr schadet als nützt.

Unsere Ernährung enthält heute ein Übermaß an Gluten. Nicht nur ist es in unserem geliebten Brot, in Brötchen, Kuchen und Keksen enthalten. Nein, es wird auch sehr vielen Fertiggerichten zugesetzt. Denn es bindet so gut – nicht zufällig wird Gluten Klebereiweiß genannt. Denk mal an die Mehlschwitze als Soßengrundlage. Weizen (und damit Gluten) wird auch bei den meisten vegetarischen bzw. veganen Fleischersatz-Produkten verwendet – zwar gut für die Tiere, die leben bleiben, doch ganz schlecht für deinen Körper. Vielleicht isst du als Vegetarier/Veganer zukünftig besser Lupinen-Produkte statt Seitan.

Gluten-Anteil in Lebensmitteln

 

Was läuft im Körper ab, so dass es schließlich zu Autoimmunerkrankungen kommt? 

Vereinfacht gesagt, klebt das Gluten an Körpergewebe fest. Die Immunzellen zerstören das Gluten und das Gewebe gleich mit. Im Laufe der Zeit lernen die kleinen Krieger, nicht nur Gluten, sondern auch das damit verbundene Gewebe selbst als Feind anzusehen. Dann zerstören sie dieses Gewebe auch dann, wenn gar kein Gluten da ist.

Diese beschriebenen Gluten-Anlagerungen können überall im Körper auftreten, selbst an den inneren Organen, wenn der Darm durchlässig geworden ist (Leaky-Gut-Syndrom), wie bei so vielen heutzutage. So erklärt sich, dass Autoimmunerkrankungen immer mehr zunehmen und so verschieden sein können.

Darüber hinaus zeigen viele Studien, dass der Verzehr von Weizen direkt mit der Entwicklung von Insulinresistenze, also Diabetes, zu tun hat. Denn Weizen sorgt für einen hohen Insulinausstoß im Körper, was schließlich zu einer Resistenz führen kann. Wenn es auch noch nicht jedem Arzt bekannt ist, so ist die Fachliteratur eindeutig: Durch den Verzicht auf Weizen kann Diabetes I + II schrittweise zurückgedrängt werden, so dass immer weniger Insulin gegeben werden muss. Dokumentiert sind Fälle, in denen schließlich ganz darauf verzichtet werden konnte.

Was für eine Rolle zu viel Insulin beim vergeblichen Abnehmen spielt, indem es wichtige Rezeptoren im Gehirn blockiert, kannst du in dem früheren Beitrag hier nachlesen.

Fazit: 

Vermeide Gluten, vor allem Weizen, wo du kannst, damit es nicht zu solchen unerwünschten Lerneffekten deiner Immunzellen kommt und sie den eigenen Körper attackieren. Ist jeder betroffen? Ja, Gluten ist schlecht für jeden, doch nicht jeder wird auch krank. Die genetische Disposition ist entscheidend.

Leidest du bereits unter einer Autoimmunerkrankung, kannst du mit strikter Vermeidung von Gluten den Gesundungsprozess stark unterstützen.

Probiere es doch mal selbst! 

  • Verzichte nur drei Wochen lang auf Gluten und Zucker (und idealerweise auch Molkereiprodukte) und schau mal, wie du dich dann fühlst.

Achte dabei jedoch darauf, dass du auch andere präbiotische Lebensmittel (Googeln!) zu dir nimmst, damit deine „guten“ Darmbakterien nicht verhungern. Gemüse wie Zwiebeln, Porree und Wurzelgemüse sind z. B. eine gute Wahl.

  • Nach den drei Wochen iss dann mal eine Pizza oder Kuchen und schau, wie du dich dann fühlst.

Selbst ausprobieren und fühlen ist der beste Test. Das haben Teilnehmer nach einem Qi-Turbo-Seminar auch erfahren: Nach dieser Woche intensiven Entgiftens reagierte ihr Körper mit Protest, sobald sie bestimmte Nahrung wieder zu sich nahmen. Das muss man selbst spüren. Daraus erwächst die Motivation für eine langfristige Umstellung – und Gesundung.

Lass mich wissen, wie es ausgegangen ist.

© moremar – fotolia.com

Über den Author

Wiltraud Kleinert Wiltraud Kleinert, Innerwise Coach, TCM-Therapeutin und Qi-Gong-Lehrerin im Ruhestand mit langjähriger Erfahrung mit verschiedenen Methoden aus der Informations- und Regulationsmedizin, unterstützt Hilfesuchende auf Spendenbasis, damit Leben leichter wird.

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