Tag Archives: Qi Gong

Leben heißt Veränderung

Zum Jahreswechsel schaut man nach vorn und fragt sich meist, was das neue Jahr denn bringen wird – welche Veränderung für den Einzelnen und auch für uns alle gemeinsam. Dazu möchte eine Passage aus einem Buch von Kurt Allgeier (1) zitieren, in dem er sich mit geistigen Feldern und ihren Wirkungen auseinandersetzt. Die Passage steht unter dem Titel „Von der Raupe zum Schmetterling“:

„Wann wird es so weit sein, dass wir diesen Evolutionssprung geschafft haben?Letztlich hängt das von unserer Bereitschaft ab, uns auf den Entwicklungsprozess einzulassen. Solange wir uns an das, was gegeben ist, festklammern und damit zufrieden sind, wird nur wenig passieren. Ich bin aber überzeugt davon, dass noch in diesem Jahrhundert sehr viel in dieser Richtung geschehen wird – einfach deshalb, weil wir dazu gezwungen sein werden.

Das Dreieck der Medizin (2)

Worin unterscheiden sich die Behandlungskonzepte?

Der vorige BeitragTulpen-Vielfalt stellt das Dreieck der Medizin (siehe Abbildung im letzten Beitrag) vor mit seinen 3 Komponenten Schulmedizin, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Energiemedizin sowie dem zentralen Bereich Qi Gong. In Anlehnung an die Alltagssituation „Instandhaltung von Haus und Wohnung“ entsprechen die einzelnen Behandlungskonzepte der Feuerwehr (Schulmedizin), die auf Hilfe in der Not spezialisiert ist, dem Bauexperten (TCM + Energiemedizin), der nach Schadensursachen forscht und die gründlich an der Wurzel behebt und dem Heimwerker (Qi Gong), der selbst Hand anlegt und damit langfristig Zeit und Geld spart. Schauen wir uns die einzelnen Konzepte näher an.

Beginnen wir wieder mit dem Bekannten, der Schulmedizin. Der Bereich, in dem die Schulmedizin brilliert, ist ohne Zweifel die Behandlung von Notfällen, d. h. von akuten Erkrankungen (gebrochenes Bein, Infektionen u.a.), die Durchführung von OPs sowie labortechnische und bildgebende Verfahren. So toll diese Mittel und Methoden auch sind

Das Dreieck der Medizin

Am SeeDie Instandhaltung und Reparatur eines Hauses hat viel Ähnlichkeit mit Gesund-Bleiben und Gesund-Werden. Das wollen wir hier näher anschauen und anhand des sogenannten Dreieck der Medizin verschiedene Methoden mit ihren Vorzügen und Schwächen vorstellen.

Ganz selbstverständlich ist es, seinen Wohnbereich regelmäßig zu säubern, auf Schäden zu prüfen und diese zeitnah auszubessern. Denn lässt du das schleifen, wird der Aufwand immer größer – zeitlich und finanziell. Das weiß jeder und kümmert sich um seinen Besitz und dessen Werterhalt.

Das ist zwar nicht anders bei der Gesundheit. Auch da ist es besser vorzubeugen oder wenigstens gleich bei Befindlichkeitsstörungen zu reagieren und den Schaden nicht größer werden zu lassen. Doch tun wir das wirklich? Sind wir nicht gewöhnt, gerade bei der eigenen Gesundheit die Dinge schleifen zu lassen? Warum tun wir das? Weil der Glaube noch so weit verbreitet ist, dass Krankheiten „plötzlich ausbrechen“ und verschwunden sind, wenn die Symptome abgeklungen sind. Das ist ein folgenschwerer Irrtum!

Energie aufnehmen

Köthener SeeGeschlaucht durch ihren Alltag wollen viele Menschen Energie aufnehmen, um ihre Kräfte wieder zu stärken. Die überall verfügbaren Pülverchen und Pillen sind dafür ganz und gar nicht geeignet. Denn sie versetzen den Körper in den Zustand, seine letzten Reserven zu mobilisieren statt diese aufzutanken. Das gibt zwar kurzzeitig einen Energieschub, doch je mehr die eigenen Kraftreserven zur Neige gehen, desto tiefer ist das Loch, in das du fällst, wenn die Wirkung der Pillen nachlässt – ganz zu schweigen von den Langzeitfolgen für Gesundheit und Wohlbefinden.

Viel besser und nachhaltiger ist es, die körpereigenen Reserven an Energie wieder aufzufüllen und über diesen Weg den gewünschten Energieschub zu erhalten.

Meditation – die hohe Schule des Qi Gong

RoseHeute möchte ich für das Meditieren eine Lanze brechen. Nicht für jeden wird die Verbindung von Qi Gong und Meditation offen zu Tage liegen, ist doch in der Vorstellung der meisten Menschen bei uns Qi Gong mit bewegten Übungen verbunden. Doch es gibt auch stille Qi-Gong-Übungen, bei denen die Bewegung des Qi nur im Inneren praktiziert wird. Meditation geht noch weiter: Es findet keine bewusste Einflussnahme auf das Qi statt. Statt dessen überlassen wir uns in der Meditation dem universellen Qi und erlauben, dass es in uns wirkt.

Den Begriff Qi verwenden wir in der Regel im Sinne von Lebenskraft, doch ist das nur ein Aspekt seines Begriffsspektrums. Eigentlich bezeichnet er den Grundbaustein unserer Wirklichkeit, die Energie, aus der alles besteht und die in unendlichen Formen auftritt. Erinnern wir uns an unsere Schulzeit: Energie kann nicht verloren gehen, sich nur umwandeln.

Frühling im Körper

krokusse_kEndlich ist Frühling und die Natur erwacht! Kalendarisch hat er gerade erst begonnen, doch haben wir die Vorboten schon früher wahrnehmen können. Laut chinesischer Tradition und TCM ist jetzt bereits der Höhepunkt des Frühjahrs erreicht.

Was bedeutet diese Jahreszeit für die zyklischen Abläufe im menschlichen Körper? Der Frühling und die Farbe Grün gehören zur Wandlungphase Holz, ebenso wie der Funktionskreis Leber/Galle im Körper. Leber ist das Entgiftungsorgan schlechthin. Jetzt ist also die beste Zeit zum Entgiften, da Leber und Galle nun ihre höchste Aktivität innerhalb eines Jahres entwickeln. Nicht zufällig ist auch in unserer christlichen Tradition die Fastenzeit, die Zeit der Reinigung, im Frühjahr verankert.

Ein fataler Irrtum beim Abnehmen

Lake DillonGestern lief im Fernsehen wieder eine Folge von „The biggest looser“, in der bedauernswerte Geschöpfe mit starkem Übergewicht vorgeführt werden und beweisen sollen, wer sich am meisten kasteit hat, also am meisten abgenommen hat. Das Abnehmen an sich (bei stark Übergewichtigen!) ist natürlich eine gute und erstrebenswerte Sache, ist es doch äußerer Ausdruck eines Erkrankungsprozesses, ganz unabhängig davon, ob sich der Betroffene krank fühlt oder (noch!) gesund.

Schlimm in meinen Augen sind dagegen einige der dort für diesen Zweck propagierten Methoden. Nehmen wir z. B. den Sport. So gut, segensreich und angenehm sportliche Betätigung für Gesunde ist, so ungünstig wirkt er sich auf Kranke aus. Das ist ja eigentlich kein Geheimnis. Niemand empfiehlt einem Fieber-Kranken, jemandem mit grippalem Infekt oder einer anderen „anerkannten“ Krankheit, sich sportlich zu betätigen. Doch Übergewicht wird in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer nicht als Krankheitsgeschehen gesehen.

Opfer sein? – Nein, danke!

Baumwipfel im WinterBegreift eine Person sich als Opfer der Umstände, fühlt sich ohnmächtig, ängstigt sie sich vor jedem neuen „Umstand“, jedem neuen Ereignis, jeder neuen Entwicklung. Die Zukunft ist immer offen, kann gestaltet werden. Doch das kann ein in der Opfer-Haltung gefangener Mensch nicht sehen. Im Gegenteil – er wird zum Spielball seiner Ängste.

Daher wird Angst oft zur Manipulation genutzt. Schließlich ist es so viel leichter, eine Person, die sich als Opfer der Umstände begreift, zu gewünschten Handlungen zu bewegen. Und geschickt eingesetzt, merkt man das kaum. Angst ist in unserer Gesellschaft so allgegenwärtig, dass wir sie meist gar nicht mehr als das wahrnehmen, was sie ist. Umso mehr ist es notwendig, sich dies immer wieder vor Augen zu führen.

Angst – Fluch und Segen

Park im WinterWie bereits früher besprochen, werden zu jeder Wandlungsphase auch entsprechende Emotionen zugeordnet, weil Beobachtungen über eine lange Zeit gemeinsame Charakteristika gezeigt haben. Wie zum Herbst und dem Lungen/Dickdarm-Funktionskreis im Körper die Trauer gehört, so entspricht die Angst dem Winter und dem Nieren/Blasenfunktionskreis.

Angst kennen wir alle. Sie ist der Basisinstinkt, dem sich niemand entziehen kann. Warum? Weil sie die stärkste Emotion, eine Grundfunktion des Körpers ist, die jedem Menschen von Natur aus eingepflanzt ist. Hätten wir sie nicht, würden wir sehr wahrscheinlich nicht mal bis zur Pubertät leben. Denn Angst hat eine lebenserhaltende Funktion und ist somit unverzichtbar.

Wenn Gefühle verrückt spielen

SpätherbstEs gibt viele Situationen, bei denen die Emotionen hochkochen. Jeder kennt das; das geht meist relativ schnell vorbei. Doch wenn eine andauernde Krisensituation damit verbunden ist, die Gefühle also immer wieder Achterbahn fahren, kann das gravierende Auswirkungen auch auf die körperliche Gesundheit haben. Am Beispiel der Trauer habe ich das im vorhergehenden Beitrag näher beschrieben.

Was also können wir tun, wenn wir mit einem solchen Ereignis konfrontiert sind? Zu allererst heißt das, die Traurigkeit, die Trauer nicht „rein fressen“, nicht verstummen,