Warum wir süchtig nach Gebäck & Co sind

Lust auf GebäckDurch Gebäck und Co. süchtig? Eine provozierende These! Auch ich wollte es anfangs nicht glauben. Doch für die große Mehrheit von uns ist dies Realität, auch wenn wir uns die Tatsache schönreden.

Das Merkmal für süchtig sein ist etwas immer wieder haben wollen und nicht aufhören können einen bestimmten Stoff zu konsumieren. Das trifft genau auf den Verbrauch von Süßigkeiten, Keksen, Kuchen, Chips usw. zu. Sie sehen sehr verschieden aus, sie schmecken verschieden und haben doch die gleiche Wirkung auf das Gehirn. Was haben sie gemeinsam? Sie enthalten zwei ganz alltägliche Bestandteile, nämlich Zucker und Mehl. Ja, du hast richtig gelesen, auch Mehl hat diese süchtig machende Wirkung.

Dass Zucker schädlich, ja Gift für den Organismus ist, ist schon länger bekannt. Trotzdem können wir nicht davon lassen. Wieso aber auch noch Mehl?

Die Art der Bearbeitung ist entscheidend

Dabei geht es keineswegs nur um Weißmehl aus Weizen. Sondern es betrifft alle Mehle, egal aus welcher Pflanze. Entscheidend dabei ist der Grad der Bearbeitung. Denn obwohl die Menschheit von Anbeginn Mehl verwendete, konnte sie natürlich nicht die heutigen Hochleistungsmaschinen dafür verwenden. Daher waren der Grad der Feinheit und Reinheit nicht mit der heutigen Qualität vergleichbar.

Unser Organismus tickt allerdings noch immer wie in der Steinzeit.

Was die Bearbeitung für die Verstoffwechselung im Körper und die Hormonausschüttung bedeutet, veranschaulicht ein Vergleich, den Susan Peirce Thompson, amerikanische Neurowissenschaftlerin, gern benutzt:

In Südamerika, wo die Koka-Pflanze wächst, kaut die Bevölkerung seit Jahrtausenden deren Blätter als energiereiche Wegzehrung auf Wanderungen und bei der Arbeit. Keiner von ihnen ist davon je süchtig geworden. Erst als aus der Pflanze durch feinstes Zerkleinern und den Wirkstoff immer reiner machen ein weißes mehlartiges Pulver gewonnen wurde, das Kokain, führt dessen Konsum mehr oder weniger schnell in die Abhängigkeit.

Auch beim Schlafmohn macht das Essen der Pflanzenteile nicht süchtig. Erst das daraus gewonnene Pulver, das Opium, hat diese Wirkung.

Beide Substanzen ähneln nicht nur in Aussehen und Konsistenz Mehl und Zucker, auch in Herkunft und Herstellung. Auch Mehl und Zucker werden aus Pflanzen gewonnen und entfalten ihre Wirkung auf den menschlichen Körper erst durch ihre Reinheit und Feinheit. Erst dadurch kann unser Verdauungssystem sie sofort und ohne Verzögerung verstoffwechseln und so die so ungesunde Flut von Hormonen auslösen. (Was sie bewirken, kannst du hier nachlesen.)

Gelüste – die kleine Schwester der Sucht

Jeder, der schon erlebt hat, dass er (oder sie) die Tafel Schokolade, die Keksdose, die Chipstüte nicht zur Seite legen konnte, bevor sie alle ist, kennt die Macht der Gelüste. Obwohl wir wissen, was wir damit unserem Körper antun, essen wir weiter. Obwohl wir wissen, dass unser Gewicht weiter (oder wieder nach einer Diät, einem Fastenkurs o. ä.) steigen wird, naschen wir zwischen den Mahlzeiten oder schleichen gar nachts zum Kühlschrank.

Dieses Verhalten bezeichnen wir beschönigend, verniedlichend als „Gelüste“, weil wir uns in guter Gesellschaft wissen. Doch Gelüste sind die kleinen Schwestern der alles zerstörenden Sucht. Diese Gelüste zerstören unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und führen weltweit immer öfter schließlich zu vorzeitigen Todesfällen.

Die Tatsache, dass auch du in der Falle sitzt (sonst würdest du dies hier kaum lesen), anzuerkennen und einzusehen fällt erst einmal schwer. Jedoch ist das der erste notwendige Schritt hin zu einem Leben glücklich, schlank und frei.

Der Ausweg

Ausweg aus der FressfalleGerade Mehl und Zucker sind allgegenwärtig im Alltag. Das ist ein Dilemma, wenn man aus dieser Sucht-Falle ausbrechen will. Den Ausweg daraus beschreibe ich in den nächsten Artikeln, damit dein Ausstieg auch wirklich gelingen kann. Ich habe es ausprobiert – es funktioniert und ist den Einsatz wert.

Vielleicht magst du in der nun kommenden Weihnachtssaison dein Verhalten selbstkritisch beobachten. Vielleicht erkennst du, wie wenig du trotz bester Vorsätze deinen Konsum an Leckereien in Grenzen halten kannst. (Lass dich nicht verwirren davon, dass es Menschen gibt, die gegen solche Süchte immun sind. Du bist es nicht und nur das zählt für dich!) Und vielleicht bringt der Blick auf dein steigendes Gewicht und die damit verbundenen Konsequenzen den Entschluss hervor, ab Januar deine Ernährung umzustellen. Das ist gar nicht so schwer, wie es anfangs scheinen mag. Die Infos dazu folgen hier.

Über den Author

Wiltraud Kleinert Wiltraud Kleinert, Innerwise Coach, TCM-Therapeutin und Qi-Gong-Lehrerin im Ruhestand mit langjähriger Erfahrung mit verschiedenen Methoden aus der Informations- und Regulationsmedizin, unterstützt Hilfesuchende auf Spendenbasis, damit Leben leichter wird.

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